„Aber der tut doch garnichts!“

Boah.

Ich habe soeben meine Wohnung im Akkord blitzeblank geputzt und mir eine Tafel Schokolade gekrallt. Die brauche ich jetzt während ich diese Zeilen tippe…Wieso?

Also, wo fange ich nur an.

Ich hatte ja schon einmal kurz am Rande erwähnt, das Bolle leider bereits zweimal Opfer eines Beißvorfalles gewesen ist.

Bei dem ersten war ich blöderweise nicht anwesend, dieser ging von einem ausgewachsenen Leonberger aus der sich von einer Sekunde auf die nächste auf ihn stürzte und ihn am hinteren Bein verletzte.

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Hier sieht man die Wunde ganz gut.

 

 

Die Wunde war wider Erwartens relativ klein und „harmlos“ ausgefallen, dennoch  aber  hat es bei Bolle sowie vorallendingen bei mir einen bleiben Eindruck hinterlassen.

Als wir kurze Zeit darauf direkt die nächste vollkommen blöde Situation erleben mussten, dass sich ein kleiner Malteser in Bolle´s allerwertesten festbiss, war es bei mir und ihm ganz aus. Als die dazugehörigen Besitzer dann auch erst nach gefühlten Stunden auftauchten und ich derweil meinen schreienden Hund versuchte von diesem fiesen kleinen Wuschel zu befreien, hatte ich einfach keine Worte mehr.

Alles geschah nur noch in Zeitlupe und ich fühlte mich wie in einem Traum. Einem RICHTIG schlechtem Traum.

Das ganze hat mich ziemlich mitgenommen.

Ich wurde sehr unsicher im Umgang mit Begegnungen. Im Freilauf war für uns alles ok. Aber sobald ich mit ihm unterwegs war, schnürte sich mir der Hals zu, sobald ich einen anderen Hund erblickte.

Bolle tat es mir gleich, und fing an sich selbst zu schützen, indem er andere Hunde anpöbelte…wurde dabei teils richtig hysterisch. Er hatte kein Vertrauen mehr in mich. Und sah es als seine Aufgabe sich selbst zu schützen, da ich es nicht genug konnte.Ich hätte es an seiner Stelle auch nicht mehr gehabt. Das machte mich unheimlich traurig.

Ich wusste einfach nicht mehr weiter, und suchte daraufhin meine jetzige Hundeschule auf, welches überhaupt die allerbeste Entscheidung war.

Ich wollte sein sicherer Hafen sein, ihm Orientierung und Schutz bieten.

Ich lernte/lerne den Umgang mit Hunden, welche auf uns zupreschen wegzuscheuchen, mir und meinem Hund Raum zu geben und sein Vertrauen in mich zurückzugewinnen.

Das ganze funktioniert mittlerweile schon wieder richtig gut und ich bin mehr als glücklich das wir mittlerweile sooo viel besser zusammen funktionieren.

Wir arbeiten also immer noch daran…so wie auch heute.

Wir waren also heute morgen unterwegs und da die Sonne so schön schien und es noch dazu total warm war, hatte ich beschlossen mal eine ganz andere Morgenrunde mit ihm zu drehen und auf dieser eine Pause mit ihm einzulegen.

Ich setzte mich also auf eine Bank, Bolle lag vor meinen Füßen und genoss es sichtlich sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen.

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Es war einfach schön. Zu schön!

Denn da kam sie. Die ältere Dame aus der Nachbarschaft, samt Kinderwagen und Labrador an der Leine. Ich kannte sie bereits, aus vergangenen „Erlebnissen“.

Und hatte mit ihr schon so manch eine im nachhinein völlig unnötige Diskussion geführt.

Als Beispiel diese beiden:

Situation 1:

Ich und Bolle sind in einem Park bei uns in der Ecke unterwegs. Er natürlich an der Leine. Gehört sich dort schließlich so.Punkt.

Da hatte ich das erste Erlebnis der besonderen Art mit eben dieser guten Frau samt Labrador aka. „Der tut nix!“.

Ich: „Bitte rufen Sie Ihren Hund zurück!“

Dame: „Ihr Hund muss aber auch mal spielen! Gucken Sie doch mal, der will das doch auch!Vorallendingen braucht der auch mal Sozialkontakte!“(Wer uns kennt, weiß das Bolle diese mehr als genug hat.)

Ich: „Darum geht es doch garnicht, ICH will es nicht!“

Dame: „Aber gucken Sie doch mal! Jetzt spielt ihrer auch mal. Das braucht der!Sie müssen das auch mal zulassen, sonst dreht der nochmal durch!“

(Ich hatte Bolle´s Leine mittlerweile losgelassen, weil ich mir „damals“ noch nicht anders zu helfen wusste)

Ich hatte keine Worte mehr, nahm Bolle und ging.

Situation 2:

Ich und Bolle, auf einem Fußweg unterwegs, üben gerade die Leinenführigkeit, als ich sie das zweite mal entdeckte. Sofort alle Alarmglocken am läuten, Bolle stockesteif.

Ich wechselte daraufhin die Straßenseite.

An ihr und ihrem Hund vorbei quetschen wollte ich mich nun wirklich nicht. Erst recht nicht nach der letzen Begegnung.

Und was macht sie?

Ihr könnt es euch denken.

Wechselt darauf freudig auf meine Seite mit den Worten:

„Ach wir wollten nur mal Hallo sagen!“

Die daraufhin folgende Diskussion erspare ich euch und meinem Blutdruck.

 

Situation 3:

Heute morgen.

Ich und Bolle sind also unterwegs und machen ein Päusschen.

Sie kommt um die Ecke. Na supi, die gibts ja auch noch.

Naja, was solls.

Ich bin ja auf alles vorbereitet…Dachte ich.

Bolle blieb entspannt liegen. Ich atmete einmal gaaaanz tief durch und konzentrierte mich ganz auf meinen Ohrwurm der da sang: „Because I´m happyyyyyy…“ von Pharell Williams.

Passte eben so gut zum Sonnenschein.

Ich schaute Bolle also zu wie er ganz entspannt zu bleiben schien, und freute mich total.

Dann geschah es.

Die Dame ließ die Leine los…Ca 15 m von uns weg, ihr ach so lieber Labrador also im Schweinsgalopp auf uns zu. Bolle stockesteif und springt auf.

Das hat sie jetzt nicht getan!Das hat sie jetzt nicht getan!…waren meine einzigen Gedanken dazu. Und ehe ich mich versah, stand er dann also auch schon direkt vor unserer Nase.Beziehungsweise direkt vor Bolle´s Nase.

Blitzschnell und von mir selber in dem Moment überrascht, sprang ich also vor Bolle und schrie den Labbi an, dass er verschwinden soll, aber „Ruckizucki!“

Es half nichts. Ich stampfte auf die Erde, machte „kschh!“ und schrie „hau ab“. Aber er ließ sich nicht beirren.

Bolle wurde langsam hysterisch und machte sich langsam hinter mir bemerkbar.

Ich griff in meine Tasche und holte meine Wunderwaffe  heraus und spritzte mit meiner kleinen Wasserflasche vor ihm auf die Erde. Er wich einen Meter zurück. Aber keinen cm mehr.

Und was machte sein Frauchen?

Sie blieb einfach stehen, und guckte zu wie ich wie ein wildgewordenes Huhn verzweifelt versuchte ihren Hund zu verscheuchen.

Daraufhin kam nur: „Der tut aber nichts!Sonst hätte ich ihn ja nicht einfach losgelassen.“

Ich schrie sie nur an das mir das völlig latte sei und sie ihren Hund gefälligst nehmen und verschwinden soll.

Im Nachhinein bin ich fassungslos wie selbstsicher ich in diesem Moment auftreten konnte, denn das ich sonst eigentlich so gar nicht meine Stärke, gerade in solchen Situationen. Aber es kochte in mir, so richtig.

Und als sie auch daraufhin nicht auf die Idee kam, die Leine ihres Hunde aufzuheben und einfach weiterzugehen, war es bei Bolle vorbei und auch seine Sicherung brannte durch. Er wurde laut. Richtig laut.

Daraufhin die Frau: „Ach, ihrer tut aber was oder wie?!“

Ich: „Ja!“ (Wer Bolle kennt, weiß das er ein absolutes Schaf ist, aber ich dachte das zieht dann vielleicht bei ihr und sie bemüht sich darum zu verschwinden.)

Sie: „Naja…wenn Sie meinen.“ und blieb weiterhin stehen. Ich setzte mich wieder auf die Bank und Bolle saß zwischen meinen Beinen. Ich hielt ihn an der Brust und er beruhigte sich.

Nach einiger Zeit zog sie dann endlich kopfschüttelnd von dannen.

Bolle und ich waren beide aufgewühlt. Aber dennoch war ich sehr stolz auf mich, das ich Bolle schützen konnte. Denn auch wenn der Labbi nichts böses wollte und „nur mal Hallo“ sagen wollte, ist er nicht an mir vorbei gekommen.

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Bolli noch völlig durch den Wind von der Begegnung und immer noch auf der Hut.

Bolle beruhigte sich recht schnell und wir gingen Richtung trautes Heim und ich wünschte mir nichts mehr als noch einen freilaufenden Hund den ich von uns fernhalten konnte.Denn ich war gerade so richtig in Fahrt.

Ich war mir sicherer als je zuvor, dass wenn JETZT ein Hund kommt, ich Bolle den nötigen Schutz geben kann und werde!

Da war er, auf 12 Uhr, ein kleiner Terrier. Er fixierte uns und schlich auf uns zu. Und, wie sollte es auch anders sein, ohne Leine und Besitzer in der Nähe.

Oh,… doch.da kam sie. Eine ältere Dame mit Rollator. Ich hörte sie schon von weitem rufen:“Hugo, Huuuugoooooooo!“ …

Aber Hugo wollte nicht hören. Er sah nur noch uns. Beziehungsweise Bolle.

Er scharwenzelt also an uns vorbei, aber ich ahnte es, das war noch nicht alles.

Er setzte von hinten an und schlich sich um uns rum. Und dann gab er Gas, direkt auf uns zu.

Hah!Nicht mit uns Freundchen!Und schon gar nicht heute!Haste dir wohl so gedacht!

Ich drehte mich schnell um und scheuchte ihn weg von uns, er ließ sich recht schnell beeindrucken und verschwand schneller als er gekommen war.

Ich lobte Bolle überglücklich als wir ein wenig weiter waren, denn er blieb völlig gelassen und machte mich noch glücklicher indem er MICH die Situation regeln ließ.

Ich sagte nur: „So, Bolle.Jetzt hast du´s gesehen. Ich schaffe das. Du bist bei mir sicher.“

Hoffentlich hat mich dabei niemand gehört, denn sonst hätte ich wahrscheinlich gleich die nächste unnötige Diskussion führen müssen, von wegen Helikopter-Frauchen und so. 😉 …aber in solchen Situationen bin ich es gerne.

Habt ihr auch schon mal so eine oder ähnliche Situationen erleben müssen? Und wie geht ihr damit um?

In diesem Sinne, gebt euren Hunden den Schutz den sie sich von euch wünschen und steht dazu. Ich lerne es auch gerade, und es fühlt sich sowas von super an!

Habt einen schönen sonnigen Start ins Wochenende!

Liebste Grüße, Sarah und Bolle 🙂

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[miDoggy Parade] Hund und Job – wie geht das?

Das ist sie, unsere erste Blog Parade an der wir teilnehmen. Wie aufregend!

…Und noch dazu ein Thema, welches auch uns sehr beschäftigt/ beschäftigt hat.

Hund und Job- wie geht das?

Eine Frage, die mich natürlich schon vor meinem ersten eigenen Hund beschäftigte.

Ich bin als Kind mit einem kleinen Familienhund aufgewachsen. Ich habe ihn sehr geliebt. Er lief bei uns Zuhause eher „so nebenbei“. Er war viel und oft alleine und es brach mir das Herz.

Ich wusste, ich werde eines Tages einen eigenen Hund besitzen, und dieser wird ganz sicher das schönste und erfüllteste Hundeleben haben welches er sich nur vorstellen kann.

Bevor Bolle einzog, habe ich genauso wie mein Freund im Schichtdienst gearbeitet. Der Wunsch, einem eigenen Hund ein Zuhause zu geben wuchs und wurde immer größer und größer. Der Kopf sagte mir, das wird schwierig. So wie dein Leben momentan läuft, wäre es keine gute Idee. Mit deinem Job kannst du dir diesen Wunsch ganz sicher nicht erfüllen. Warte lieber noch ein paar Jahre. Vielleicht besteht ja irgendwann mal die Möglichkeit.

Ne! …schrie das Herz.

Wer mich kennt weiß, das wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, mich nur schwer von einem Gedanken lösen kann. Ganz zu schweigen von einem Herzenswunsch.

Also, es konnte doch nicht sein, das mir mein Job alles über den Haufen wirft. Irgendwie muss man das doch hinbekommen.

Wir grübelten und tüftelten…

Da wir oftmals gegensätzlich gearbeitet und daher beinahe immer jemand von uns beiden zuhause war, musste es doch möglich sein, dass ein Hund seinen Platz bei uns Zuhause einnehmen kann. Für die Tage an denen wir nicht zuhause wären, organisieren wir etwas. Soweit der Plan. Da meine Mutter Hunde liebt und sich bereiterklärte an diesen Tagen als Hundeomi einzuspringen, zog unser kleiner Hundeknirps also bei uns ein.

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(Bei Omi ist´s am schönsten!)

Und es kam alles anders als gedacht.

Es war ein riiiiesen Organisationschaos.

Ich hörte immer wieder von verschiedensten Personen, das ich mir doch nicht so einen Kopf machen müsste und der Hund es nun mal lernen muss alleine zu sein. 8-10 Stunden?Ach, kein Problem!! …Äääh, bitte?

Sie würden es schließlich auch tun. Und ihren Hund wie einen Hund behandeln.

Für mich stand und steht fest: Mein Hund ist ein vollwertiges Familienmitglied.

Er soll sich wohlfühlen, und nicht mal eben dazwischen geschoben werden.

Die Monate zogen ins Land und es zerrte sehr an meinen Nerven, Bolle ständig irgendwo unterzubringen und ich entschied mich aufgrund dessen (und anderen Gründen), meinen Job aufzugeben. Ich beworb mich für eine Traumstelle mit geregelten Arbeitszeiten. Und ich würde es immer wieder tun.

Es war wie im Traum.

Ich bekam die Stelle.

Auf einmal fügte sich alles und ich begann in meinem neuen Job.

Nun sieht unser Tagesablauf so aus, das nur noch in der Mittagszeit für zwei Stunden niemand von uns beiden Zuhause ist und Bolle somit alleine bleiben muss.

In seinem Hundeleben war Bolle bis jetzt noch nie mehr als 3 Stunden am Stück alleine zuhause und ich könnte es auch nicht anders mit mir vereinbaren.

Wenn wir doch mal einen Tag ohne ihn wohin müssen oder sonstige Termine längere Zeit in Anspruch nehmen würden, haben wir glücklicherweise zwei liebe Hundeomis welche jederzeit einspringen und ihn zu sich nehmen.

Schließlich habe ich einen Hund an meiner Seite um mit im zusammen zu leben und nicht, damit er stundenlang alleine zuhause hockt und wartet bis ich mich irgendwann mal wieder auf den Weg nachhause mache.

Ich möchte damit niemandem zu nahe treten. Jeder kann und soll seinen Tagesablauf und Arbeitsleben mit seinem Hund natürlich selber regeln.

Ich bin glücklich, das wir mittlerweile einen guten Weg für uns alle drei gefunden haben.

In diesem Sinne, habt noch einen schönen entspannten Ostermontag!

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Liebe Grüße, Sarah und Bolle

Aller Anfang ist schwer.

Hallo zusammen,

dies ist also unser allererster Blogbeitrag.

Und ich bin heilfroh, das ich nach etlichen Stunden und Tagen nun endlich in die Tasten hauen kann…

Einen Blog zu erstellen hat sich als alles andere als einfach herausgestellt.

Nungut. Nun sind wir also hier, nur womit anfangen?

Welche Worte für den Anfang wählen?

Ich habe bereits unter dem Menüpunkt „Über uns“ einmal kurz erwähnt, wer wir denn überhaupt sind.

Wenn ihr mögt könnt ihr dort also einmal reinschnuppern, oder direkt hier weiterlesen.

Ich wurde nämlich bereits vor einer gefühlten Ewigkeit von der lieben Sarah von Jacky&Ruby nominiert, um beim „Mein liebster award“ teilzunehmen.

Liebster-award

Danke noch einmal an dich!

Eine tolle Art durch interessante Fragen, neue und unbekannte Blog´s kennenzulernen.

Hier könnt ihr Sarah´s tollen Beitrag dazu lesen.

Sie hat mir im folgenden Fragen gestellt, welche ich nun endlich für euch/sie beantworten werde. Aber besser spät als nie… 😉

Also, los geht´s!

1.Hatte dein Hund den Namen schon oder hast du ihn dir ausgesucht und wenn ja: warum genau diesen?

Als wir Bolle mit 15 Wochen von seinen lieben Vorbesitzern abgeholt haben, trug er den super süßen Namen „Helge“. Ich fand ihn sehr originell und hätte ihn am liebsten behalten. Nur hat Herrchen da nicht mitgespielt und der Name muss ja schließlich beiden gefallen. Nach dem ersten Besuch bei unserem zukünftigen Hundeknirps fing das grübeln an. Wir konnten uns einfach nicht entscheiden. Es gab so viele Namen und es wurden immer mehr. Wir überlegten zwischen „Chop“, „Brock“, „Lesnar“, „Randy“, „Lex“, und „Paul“…Letztendlich saßen wir im Auto und vor lauter Vorfreude waren wir unterwegs, um schon einmal ein schönes Hundebett zu kaufen. Dieses fiel sehr groß aus, und wir sagten beinahe gleichzeitig: „Da wird er sich aber freuen wie BOLLE!“ Da war er also. Sein Name. Und was sollen wir sagen, er passt wie die Faust aufs Auge! 🙂 Seinen „Zweitnamen“ hat er seiner Hundeomi zu verdanken. Diese nannte ihn auf einmal immer Bollito. Naja, nun ist er also unser Bolle Bollito.

2.Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Blog zu schreiben?

Ich bin schon sehr lange auf etlichen Blogs unterwegs und könnte mir stundenlang die ganzen interessanten Beiträge durchlesen. Irgendwann habe ich angefangen vor lauter Freude, Bolle in allen möglichen Lebenslagen zu fotografieren und die Bilder bei Facebook einzustellen. Dort hat er mittlerweile auch eine eigene Seite. Nur kribbelt es mir viel zu oft in den Fingern und die Idee einen eigenen Blog zu erstellen, wo ich all meine Gedanken niederschreiben kann, beschäftigte mich schon lange. Bis ich mich dann letztendlich vor einer Woche erneut daran setzte und es nun endlich auf die Beine gestellt habe. Und ich freue mich schon sehr auf die kommende Zeit hier und den Austausch mit so vielen anderen Hundeverrückten.

3.Wo befindet sich der Lieblingsplatz deines Hundes im Haus?

Die Frage ist eigentlich recht einfach zu beantworten. Der Lieblingsplatz ist dort wo Herrchen und Frauchen sind. 🙂 Er kommt in unserer Nähe besonders gut zur Ruhe. Das am liebsten immer mit Körperkontakt, und am allerliebsten dann noch unter der Decke. Egal wo. Aber der Allerheiligste Platz ist sein Balkonstuhl. Ja, ihr habt richtig gelesen. Sobald die Balkontür aufsteht und die Sonne scheint, sitzt er dort wie ein König auf seinem Thron und genießt, meist sogar mit geschlossenen Augen, die Sonnenstrahlen.

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4.Wovor hat dein Hund Angst?

Wenn man Bolle kennenlernt dann denkt man zunächst: „Kann den überhaupt etwas abschrecken?“ Und ja. Auch wenn Bolle ein echter Bollerkopp ist, ist er auf der anderen Seite ein echtes Sensibelchen. Durch seine nicht ganz so kurze Krankengeschichte (davon ein anderes mal), musste er in seinem erst sehr kurzem Leben schon unzählige male den Tierarzt besuchen. Dort schlackern ihm mittlerweile die Knie, wenn wir dorthin fahren.Seitdem wir nun aber bei einer neuen Tierärztin sind, wird es immer besser. Er wird zwar immer noch stockesteif, zappelt beim untersuchen und macht seinem „Beagle-Blick“ alle Ehre, aber es wird. Außerdem hat er lange Zeit Angst vor Pfützen und generell Wasser gehabt, was sich aber auch schon immens verbessert hat. Auch laute Kinder bzw generell laute Menschen, kann er noch nicht so recht einschätzen.Aber auch da sind wir dran und geben ihm alle Zeit der Welt und die Unterstützung die er benötigt.

5.Gibt es Situationen, die dich mit deinem Hund besonders stolz gemacht haben?

Oh ja!Die gibt es. In seinem ersten Lebensjahr wurde Bolle zweimal böse gebissen. Dazu werde ich auch noch einmal einen extra Beitrag schreiben. Jedenfalls war er nach diesen Vorfällen mehr als unsicher draußen und hat in mir keinen fähigen Beschützer für ihn gesehen. Daraufhin hat er die Zügel selbst in die Hand genommen. Völlig verständlich. Nach einem langen Jahr täglichem Training und vielen Fortschritten, sind wir wieder ein  Team geworden. Zwar gibt es immer mal wieder Rückfälle, aber im großen und ganzen macht es mich sehr stolz, das er mich wieder als die ansieht die ich sein möchte für ihn. Seine „Sichere Zone“. Auch unheimlich stolz macht es mich, das er beim Obedience, welches wir erst seit kurzem gemeinsam machen, ungeahnte Fähigkeiten zeigt. Er scheint sehr viel Spaß daran zu haben und zeigte dies in der letzten Stunde in dem er mir immer wieder andere Sachen anbot und selbst ohne Leine den vorgegebenen Parcours ablief. Auch wenn es da noch viiiel zum ausbauen gibt (gerade meine persönliche, in seinen Augen widersprüchliche, Körpersprache), macht es mich doch sehr glücklich und stolz ihn so zu sehen.

6.Es klingelt an der Tür: Ist dein Hund entspannt oder wie von der Tarantel gestochen?

Weder noch. Bolle ist glücklicherweise kein Hund, welcher anschlägt sobald es bellt. Er möchte aber schon ganz gerne wissen, wer da uns nun besuchen möchte und geht zur Tür. Er lässt sich dann zwar wegschicken aber muss die Leute sobald sie die Wohnung betreten haben, gaaaaanz dolle begrüßen.Eine unserer Baustellen. Nach ein paar Minuten ist der Besuch nämlich auf einmal furchtbar uninteressant und er verkrümelt sich. Aber seinen Auftritt davor lässt er sich noch nicht nehmen. 😉

7.Was war das ekligste, was du durch deinen Hund machen musstest?

Erst letzte Woche waren wir auf einem Feldweg spazieren an dessen Seite oftmals LKW Fahrer Rast machen. Auch das sind nur Menschen und haben Bedürfnisse. Ich vermute viele Hundehalter können sich denken was passierte, als Bolle eine komisch lange Zeit im Gebüsch verschwand. Die Details werde ich euch ersparen. Jedenfalls musste ich ihn nach seiner super leckeren Aktion erst einmal baden. Denn es wäre zu schön gewesen, wäre es „nur“ beim Fressen geblieben…Ansonsten erinnere ich mich gerade an keine eklige Angelegenheit die ich durch Bolle machen musste. Eigentlich übernimmt er den Part immer freiwillig. Wie lieb von ihm.

8.Wo geht ihr am liebsten spazieren?

Da gibt es viele Orte. Wenn es nach Bolle ginge wären wir wahrscheinlich immer im Wald unterwegs. Ich bevorzuge Feldwege wo nicht ganz so viel los ist. Da haben wir einige Strecken welche sich zum Glück auch alle fußläufig bei uns in der Nähe befinden. Auch einen Lieblingsplatz haben wir, diesen suchen wir immer mal wieder auf wenn wir einmal Ruhe von allem brauchen. Wenn es warm ist lassen wir aber auch gerne mal die Seele an einem See baumeln. 🙂

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9.In welcher Jahreszeit blüht dein Hund so richtig auf?

Bolle ist ein richtiges Frühlingskind. Im Sommer zu heiß, im Herbst zu windig und nass, im Winter zu kalt. Der Frühling ist voll seins, wenn es nicht gerade regnet. Dann blüht er richtig auf!

10.Wenn du dich für ein Wetter entscheiden müsstest, das das ganze Jahr über konstant ist: Für welches Wetter würdest du dich entscheiden und für welches dein Hund?

Ich persönlich habe keine Lieblingsjahreszeit oder Wetter. Ich finde, das ist beim Wetter so wie beim Lieblingsessen. Isst man es zu oft, kann man es irgendwann nicht mehr sehen. Zumindest geht es mir so…Also am liebsten von allem etwas. Ein wenig Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Perfekt.Ich bin glücklich.

Bolle würde sich wahrscheinlich für konstante 20 Grad mit Sonnenschein entscheiden. 🙂

 

So, das waren sie auch schon.

10 Fragen, wobei ich bei der ein oder anderen doch ein wenig länger überlegen musste, wie ich sie beantworten soll.

Danke Sarah noch einmal für die Nominierung!

Da gefühlt ALLE Blogger dieser Welt bereits Antworten zum „Liebster Award“ abgegeben haben, lasse ich es vorerst mit dem „weiternominieren“.

Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Lesen und genießt nun noch die Osterfeiertage im Kreise eurer liebsten!

Bis dahin, Sarah und Bolle.